10.04.2018 20:10 Alter: 166 Tage

Manuel Skopnik und Antje Wietscher gewinnen DM-Bronze - Plötzliche Hitze machte nicht nur Refrather Läufern in Hannover zu schaffen

Langstreckenläufer lieben kühles und windstilles Wetter. Doch wenn innerhalb von einem Tag auf den anderen das Thermometer 10-12-15 Grad ansteigt, ist der Stoffwechsel an die neuen Bedingungen noch nicht angepasst.


So sind Höchstleistungen bei den meisten Athleten kaum

möglich. Acht Läuferinnen und Läufer vom TV Refrath waren am letzten Sonntag diesen

erschwerten Bedingungen ausgesetzt und versuchten sich im Feld der Deutschen

Halbmarathon Meisterschafften beim HAJ Hannover Marathon ihr Bestes zu geben. Denn die

Hoffnung lag wie so oft auf den Mannschaftswertungen.

 

Doris Remshagen überrascht mit starkem Rennen

Einen richtigen Lauf erwischte W50-Läuferin Doris Remshagen. Sie hatte das Glück, mit einer

perfekten Gruppe mitlaufen zu können. Nach 44:47 mit Zwischenzeit bei 10 km legte sie

sogar noch im Finish zu und belegte mit 1:35:58 std einen ausgezeichneten 8. Platz in ihrer

starken Altersklasse. Noch vom einem Infekt geschwächt, waren Antje Wietscher und Beate

Gebehart froh, doch zu starten und mit einer konservativen Renngestaltung für die Mannschaft

zu kämpfen. Beate Gebehart belegte den 17. Platz der W55 in 1:50:43 std und Antje

Wietscher holte sich mit ihrem dritten Platz sogar noch die Bronzemedaille der W60 in

1:37:53 std, nur neuen Sekunden hinter der Zweitplatzierten. Das TVR-Team wurde hinter

Rosenheim, Münster und Bredenbeck diesmal nur undankbarer Vierter.

 

Manuel Skopnik wurde auf der Heimfahrt überrascht

Geärgert hat sich ein Refrather, weil er überhaupt nicht damit gerechnet hatte, aufs Treppchen

zu laufen. Manuel Skopnik lief trotz Trainingsrückstandes mit einer 1:18:29 std eine

ordentliche Zeit. Doch dass dies zu DM-Bronzemedaille mit nur vier Sekunden Vorsprung vor

Klaus Tockweiler aus Baden Württemberg reichen würde, hätte der Bergisch Gladbacher nie

gedacht. Es ist die erste Einzelmedaille für den Refrather.

 

Zwei Ausstiege ließen Träume platzen

Mit ambitionierten Zielen und in Topform ging André Rinke an Start. Doch bereits nach acht

Kilometern zwangen ihn heftige Atemprobleme zum Aussteigen. „Das war mit Blick auf die

Marathon-DM Ende April in Düsseldorf die richtige Entscheidung“, so TVR-Coach Jochen

Baumhof. Auch Markus Zentner bekam schon vor der 10 km Marke Kreislaufprobleme und

beendete den Wettkampf vorzeitig. Dies leider mit bitterer Folge für die M35-Mannschaft.

Denn mit Kevin Kaderka (32./1:27:41) und dem extra runter gemeldete 48jährige Heiko Wilmes (29./1:25:34) hätte das TVR-Team die Silbermedaillen sicher geholt. Doch nur ein schwacher

Trost war, dass nicht nur die TVRler Ausfälle und Leistungseinbrüche zu verzeichnen hatte.