Deutsche Meisterschaften im 50km Straßenlauf: Gold – Silber – Bronze TVR Ultramarathon-Team holt in Bremen den kompletten DM-Medaillensatz
20. März 2026
Am 22. März 2026 fiel um Punkt 10 Uhr der Startschuss zum 24. Frankfurter Mainova Halbmarathon, bei dem rund 10.500 Läufer die 21,0975 Kilometer lange Strecke durch die Bankenmetropole absolvierten. Start und Ziel befanden sich vor dem Deutsche Bank Park, dem Heimstadion der Eintracht Frankfurt.
Die Rundstrecke führte die Teilnehmer der Deutschen Halbmarathon Meisterschaften zunächst durch den Frankfurter Stadtwald. Dann gings entlang des Mains mit Überquerung von zwei Brücken durch den südlichen Teil der Stadt mit Blick auf die markante Frankfurter Skyline mit ihren Hochhaustürmen, die der Stadt den Beinamen "Mainhattan" eingebracht haben. Das Wetter schien perfekt, aber der stark auffrischende Wind und die beiden Brückenanstiege drückten die Zeiten etwas.
Cornelia Türk freute sich über ihre erste W60 DM-Medaille
Gleich fünf aussichtsreich gemeldete Starter vom TV Refrath running team konnten wegen Krankheit oder Verletzung leider nicht starten. Das war vor allem für die ambitionierten Läuferinnen und auch für TVR-Lauftrainer Jochen Baumhof etwas bitter, bestand doch die realistische Chance, erstmals eine Mannschaftsmedaille in der Frauenwertung zu gewinnen. So blieb einzig Josefine Kratzer übrig, die mit einer perfekten Renneinteilung als 24. der W30 in 1:23:41 std eine neue Bestzeit lief. Ihn ihrem ersten Rennen ihrer neuen AK W60 lag Cornelia Türk lange auf Rang zwei. Doch auf den letzten fünf Kilometern machte sich ihr Trainingsrückstand bemerkbar. Nach 1:40:11 Stunden lief die Bensbergerin ins Bundesliga-Stadion der Eintracht Frankfurt ein und sicherte sich die verdiente Bronze-Medaille.
Lukas Kley fehlten mit 1:08:06 std nur 5 Sekunden am neuen Hausrekord
Auch ohne spezifisches Tempotraining ist der aktuell schnellste TVR-Läufer in guter Form. Obwohl er ungewollt als Windbrecher viele Kilometer eine Verfolgergruppe anführte und nach 32:36 min Zwischenzeit nach 10km sogar noch zulegen konnte, war Lukas Kley als 34. der Männerwertung nicht ganz zufrieden. „Meine erste 1:07er Zeit wäre heute drin gewesen. Aber die Jungs in der Gruppe wollten im Wind nicht rotieren. Das ärgert mich schon ein wenig“, analysierte der 33jährige den Rennverlauf. Leider waren Max Kreitner und Dominic Schuh, zwei weitere TVR sub 1:10h-Läufer, erkrankt.
Johannes Ritter musste knautschen
„No risk, no fun“ war das Motto für den gerne offensive laufenden Erfolgs-Masterläufer im TV Refrath.
Obwohl er sein Wintertraining auf die kürzeren Distanzen ausgelegt hatte, lief er mit Favorit Ingo Wissmann aus Brackwede die ersten 10km mit Zielzeit 1:18h an. Doch im letzten Renndrittel machten sich die fehlenden langen Tempoläufe bemerkbar. Mit letztem Einsatz rettete er mit nur fünf Sekunden Vorsprung vor dem Hannoveraner Guido Vollkommer die Bronzemedaille in 1:19:31 std. Weitere DM-Starter im TVR-Trikot waren Neuzugang Klaus Müller (28.M55/1:29:13), Wilhelm Wölfel (1:38:07/16.M65), Hendrik Thierolf (49.M55/1:40:13), Hermann Belke (22.M65/1:44:25) und Christoph Fieberg (52.M60/1:59:03).
Text: Jochen Baumhof
Fotos: TV Refrath / Egbert Dohm + Achim Fuchshuber