Was für eine Kulisse. Der Generali Köln Marathon 2026 hat alle bisherigen Rekorde gesprengt: Melde-, Teilnehmer-, Streckenrekorde und eine unglaubliche Menschenmenge an Zuschauern war bereits morgens um 8.30 Uhr zum Halbmarathon-Start auf den Beinen. Zur Begeisterung an und auf der Strecke durch die Domstadt hat sicher auch das perfekte Wetter beigetragen. Jedoch gab es während des Marathons leider immer wieder kritische Situationen durch „blinde“ und rücksichtslose Passanten, die die Läufer gefährdeten.
Chiara Hoffmann und Dominic Schuh im Elitefeld mit neuen Bestzeiten
Mit der großen Startnummer F9 - gleich in doppelter Ausführung - stand Chiara gut vorbereitet im top besetzten internationalen Frauenfeld der Halbmarathonläuferinnen. Von Anfang an lief die 22jährige, perfekt gepaced vom erfahrenen Vereinskollegen Max Kreitner (1:16:01), ein 3:35er Tempo mit Ziel für eine 1:15er Zeit. Trotz der einsetzenden Bauchbeschwerden in der zweiten Rennhälfte steigerte Chiara ihre Bestzeit von 1:17:16 auf starke 1:16:01 Stunden und belegte einen starken 6. Platz im Gesamtklassement. Wenn sie mit ihrem Coach in diesem Jahr noch ein passendes Rennen findet, kann sie hoffentlich beweisen, dass es noch ein Minütchen flotter geht. TVR-Laufkollege Dominic Schuh war lange auf seinem geplanten 1:09er Kurs unterwegs. Aber auf dem letzten Kilometer lief es trotz guter Beine nicht mehr ganz so geschmeidig. Daher war der 25jährige, trotz neuem Hausrekord, mit 1:10:18 std für die 21,1 km nicht ganz zufrieden. 1:09 hört sich einfach besser an …. ;-)
Anne Päffgen und Elena Görlich immer schneller
Auch Anne und Elena liefen glücklich über den roten Teppich ins Ziel am Kölner Dom. Als Vierte der AK W50 steigerte Anne ihre PB um fast eine Minute auf 1:28:04 Stunden. Die Kölnerin verbessert sich im DLV-Ranking in der W50 aktuell auf den 7. Platz. Auch wenn die Beine am Ende immer schwerer wurden, Elena steigerte sich um gut eine Minute auf 1:33:40.
Tommy Stelzer und Arthur Ralenovsky überzeugen auf der Königsdistanz
Harte zweiundvierzigkommaeinsneunfünf Kilometer sind immer eine große Herausforderung für Körper und Psyche. Das gilt für die kenianischen Topläufer ganz vorne und erst recht für 1000e von Genussläuferinnen und -Läufer auf ihrem langen Weg durch die Kölner City. Erst recht, wenn man die wie Tommy die meiste Zeit ohne Gruppe den Marathon alleine laufen muss. Daher ist die Steigerung des 25jährigen Refrathers von sage und schreibe 13 Minuten auf 2:36:17 std eine tolle Leistung. Aber Tommy ist ehrgeizig. Nach seinen Vorleistungen wäre er gerne ein-zwei Minuten flotter gewesen. Zwei fast perfekte HM-Splits legte Marathon-Novize Arthur Ralenovsky hin. Der 33jährige finishte seinen 42.2 km Wettkampf nach guten 2:43::29 Stunden. Die Überraschung des Tages lieferte Andreas Wiebe ab: der 59jährige lief doch glatt 15 Minuten schneller als den Köln Marathon im Vorjahr: 3:10:33 Stunden als 7. der M55. Respekt Sir !!
TVR-Staffelsieg - Roter Teppich und fette Siegerehrung – siehe separaten Bericht
Weitere TVR-Ergebnisse 21.1 km
Simon Bauer (M20/1:24:59), Christian Horstmann (M40/1:25:52), Philipp Höfner (M30/1:33:40), Hendrik Thierolf (M55/1:38:10), Cornelia Türk (4.W60/1:45:34), Basti Görk (M40/1:47:48), Herman Belke (13.M65/1:49:40), Philippe Clegg (M30/1:57:06)
Weitere TVR-Ergebnisse 42.2 km
3:00 Std-Pacer Manuel Skopnik (13.M50/2:59:51), Alex Krüger (M45/3:12:06), Stefan Köppe (M40/3:19:03/PB), 3:45 Std-Pacer Alex Hörniß (M55/3:44:30) und als einzige TVR-Läuferin: die unverwüstliche Eliza Zarl (12.W55/4:03:23).
Text: Jochen Baumhof
Fotos: TV Refrath