1:13:46 Stunden - Tommy Stelzer pulverisiert seine persönliche Bestzeit
Der Start um 8:15 Uhr war für Tommy Stelzer schon die erste Herausforderung. Die frühe Uhrzeit liegt dem Nachwuchsläufer vom TV Refrath running team überhaupt nicht. Doch als der erste Startschuss für die Halbmarathonis am Koblenzer Tor fiel, war der 25jährige hellwach. Schnell fand sich eine passende Gruppe für eine 3:30er Pace Richtung 1:14 Stunden. Denn ein böiger Wind, besonders nach den beiden Wendepunkten, war eine zusätzliche Herausforderung. Nach 34:51 min als 10km Zwischenzeit wurden nach der 15km-Marke die Beine schwer für den Youngster mit einer bisherige PB von 1:19:20 std.
Bis Kilometer 18 konnte der Bergisch Gladbacher dem Verfolgungstrio folgen. Ob wohl er drei Kilometer vor dem Ziel abreißen lassen musste, hielt Tommy sein Tempo und feierte nach einem feinen Endspurt seinen neuen Hausrekord: 1:13:46 Stunden als 18. von insgesamt 10552 Halbmarathon-Finisher !
Beate Gebehart gewinnt die AK-Wertung W65
Über ihren Klassensieg in der W65 freute sich Beate Gebehart ganz besonders. Mit 2:01:50 Stunden hatte die Refratherin nach 21,1 km ganz knapp die Nase vor der Konkurrenz. Als Siegerin war der Vorsprung mit nur 59 Sekunden auf Platz zwei und gut einer Minute vor den Rängen drei bis fünf doch ziemlich knapp.
42,195 Kilometer in sub 2:45 Stunden - Moritz Ehm mit starker Leistung
Für Deutschlands Ultraläufer des Jahres 2025 ist der Marathonlauf so etwas wie eine „Unterdistanz“.
Dass der äußerst erfolgreiche Zonser im Trikot des TV Refrath nicht nur sehr sehr lange laufen kann, sondern auch auf der Marathon-Distanz flott unterwegs ist, bewies der 46jährige letzten Sonntag.
Als 17. im Gesamteinlauf und als Zweiter der AK M45 hinter dem Deutschen Marathon Meister Maciek Mierecko lieferte Moritz mit 2:44:49 std eine großartige Zeit ab. Er übernahm damit auch die Pole Position im TVR-Jahresranking vor Vereinskollege Manuel Skopnik (M50/2:46:20).
Cara Zollenkopf in einer eigenen Liga
Dies schrieb Jonas Müller, Redakteur der Runners World, in seinem Bericht über den Bonn Marathon, der mit über 22.000 Meldungen einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen konnte. Die 27jährige Sportlehrerin aus Wermelskirchen ist nach monatelangem Alternativ-Training wieder voll im Saft und lief den Bonner 10er als ersten Formtest-Wettkampf aus vollem Training. Mit sub-35min-Pacemaker Florian Herr konnte sich Cara Zollenkopf im Männerfeld auf den windigen Passagen gut „verstecken“ und Körner sparen. Mit einem flotten letzten Kilometer durch die Altstadt lief die Topläuferin vom TV Refrath nach 34:34 min auf dem Münsterplatz vor dem Bonner Rathaus als Siegerin über den gelben Teppich ins Ziel. Bei der Siegerehrung gratulierte ihr der frühere 10000m Europameister Jan Fitschen nicht nur zum souveränen Sieg, sondern auch zum neuen Streckenrekord, den Cara Zollenkopf um anderthalb Minuten deutlich unterboten hatte.
Text: Jochen Baumhof
Fotos: TV Refrath
Dies schrieb Jonas Müller von Runners World:
Bonn-Marathon
22.222 sorgen für Bonner Rekord-Marathon
Schon nach 2:29:11 Stunden war beim Bonn-Marathon 2026 der schnellste Marathonläufer im Ziel. Auch dahinter waren tolle Leistungen zu sehen.
Jonas Müller
veröffentlicht am 19.04.2026
Unter dem Motto „Laufend Jeck“, was auf das 200-jährige Karnevalsjubiläum, welches in Bonn gefeiert wird, zurückgeht, nahmen in der 323.000-Einwohner-Stadt am Rhein ganze 22.222 Läuferinnen und Läufer am Bonn-Marathon teil. Nie zuvor waren es mehr! 2025 waren es noch rund 4.000 Teilnehmende weniger gewesen. Passend zum Motto nahmen manche das Rennen sogar verkleidet in Angriff. Damit nahmen sie am zusätzlichen Kostümwettbewerb teil.
Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten entlang der Strecke für gute Stimmung. Manche sorgten für Musik, andere hatten kreative Schilder gebastelt. Gerade auf der Adenauerallee wurden die Läuferinnen und Läufer besonders gepusht.
Florian Girard und Jana Kappenberg in Bonn am schnellsten
Auf eine schnelle erste Hälfte in 1:13:29 Stunden ließ der Franzose Florian Girard in Bonn eine zweite Hälfte in 1:15:40 Stunden folgen. Damit gewann Girard in 2:29:11 Stunden verdient vor Felix Nadeborn (Diadora Squadra di Corsa), der in 2:31:01 Stunden mit 1:50 Minuten Rückstand auf dem Silber-Rang folgte. Dritter wurde Maciek Miereczko (LG Donatus Erftstadt, 2:32:42 Stunden).
Bei den Frauen dominierte die mit der Startnummer 10 gestartete Jana Kappenberg (LSF Münster) in erstklassigen 2:45:04 Stunden. Über zehn Minuten hinter Kappenberg lief Jana Groß-Hardt (Sportfreunde 97/30 Lowick) in 2:55:51 Stunden auf den zweiten Platz. Komplettiert wurde das Marathon-Gesamtpodest wenig später durch Kerstin Hötte (Raketenkatzen rasen, 2:59:32 Stunden).
Halbmarathon die Nummer eins
Mit rund 12.500 gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern war das Halbmarathon-Rennen am beliebtesten. Hier sorgten die Kenianerin Caroline Jeptoo Kiprop (1:14:54 Stunden) und der Türke Recep Arslan (MTV 1846 Gießen, 1:06:11 Stunden) für die schnellsten Zeiten des Tages. Ebenfalls über eine Top-3-Platzierung durften sich auch Carola Dörries (Diadora Squadra di Corsa, 1:17:43 Stunden) und Therese Schuhenn (ASV Köln, 1:18:25 Stunden) sowie Malte Propp (TC FIKO Rostock, 1:06:19 Stunden) und Brian Kiplimo Kibor (1:07:11 Stunden) freuen.
Cara Zollenkopf in einer eigenen Liga
Den 10-Kilometer-Lauf machte besonders Cara Zollenkopf zu ihrem Rennen. In 34:35 Minuten gewann sie mit über fünfeinhalb Minuten Vorsprung und musste zudem nur fünf Männern den Vortritt lassen. Die Schnellsten von ihnen waren die Franzosen Axel Daridor (31:13 Minuten) und Mohamed Moussaoui (31:41 Minuten) sowie Felix Wammetsberger (LG Region Karlsruhe, 32:48 Minuten). Hinter der Topläuferin des TV Refrath sicherten sich Tabea Herzberg (SSF Bonn, 40:10 Minuten) und Marlen Günther (LAZ Rhein-Sieg, 41:25 Minuten) die Plätze zwei und drei.