Jungfrau Marathon 2026 – Stefan hat’s gerockt

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Jungfrau Marathon 2026 – Stefan hat’s gerockt

Erlebnisbericht von TVR-Langstreckler Stefan Köppe

Mein Saisonhöhepunkt ist endlich gekommen. Am Samstag, 5. September hieß das Ziel, den ,,schönsten Marathon der Welt'' in meinem Lieblingsurlaubsland, der Schweiz, zu absolvieren.  Da es insgesamt 42,2 Kilometer und rund 2.000hm zu bewältigen gibt, hoffte ich, dass sich das mehrjährige Training im Bergischen Land auszahlen sollte. Am Freitag war erst einmal der restliche Teil der Familie mit verschiedenen Kinderläufen und dem Mini-Marathon über 4,195 dran. Darüber hinaus besuchten wir gemeinsam die Pasta Party. 

Um 8:30 am Samstagmorgen war es nach einem faszinierenden Einleitungsprogramm mit Hymne und Alphornbläsern endlich so weit. Ich begab mich in den 2ten Startblock, kurz vor dem 5-Stunden-Pacemaker. Es hieß, die ersten knapp 26 km bis Lauterbrunnen ein Tempo zu wählen, das hintenheraus nicht für zu viele Männer mit Hämmern sorgen sollte. Daran hielt ich mich, indem ich das flache Teilstück (300 hm) über 25,9 km in 2:17 Stunden absolvierte.

Dann stand die erste Rampe nach Wengen auf dem Plan, die ich bei ca. 20% Steigung fast durchweg gehend bewältigen musste. Nachdem ich beide Zeitlimit-Messpunkte bei Kilometer 32 und 38,5 erfolgreich hinter mir ließ, trotz bereits einsetzender Krämpfe, war ich guter Dinge, meine Zielzeit von sub 5h zu erreichen. 

So hatte ich für die letzten 3,7 km noch 55 Minuten Zeit. Was dann folgte, kann ich nicht so ganz erklären. Es ging über Stock und Stein, stufiges und felsiges Gelände, was ich definitiv nicht zu meinen Favorites zähle, und das Ganze bei wiederum brutaler 20%iger Steigung. Die Füße krampften, jeder Schritt tat weh ... aber ich musste irgendwie hoch.

Mit letzter Kraft und reinem Willen, in dem Wissen, gleich die Liebsten in die Arme zu schließen sowie die beeindruckende Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau zu genießen, führten mich schließlich auf den roten Zielteppich. Die Uhr blieb für mich bei 4:56:01 Stunden stehen. Mission completed !

Text und Fotos: Stefan Köppe

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