Antje Wietscher – Deutschlands schnellste W70-Läuferin
31. August 2026
„Das war auf den letzten Runden ein ganz schön hartes Stück Arbeit“, resümierte Benni glücklich nach erfolgreichem Kampf gegen die Uhr und immer schwerer werdenden Beinen. Im B-Lauf über 5000m am zweiten Tag der GL-Bahnlaufserie schaffte es der 18jährige mit 17:58,56 min erstmals unter die erhoffte 18-Minuten-Marke. Im A-Lauf drehte Arthur Ralenovsky zuvor auf den letzten drei Runden auf und stürmte in seiner unnachahmlichen Art als Elfter auf 16:22,75 min. So schnell war der 33jährige schon lange nicht mehr. Zwei Plätze dahinter lief Kai Willems mit 16:38,43 min eine neue persönliche Bestzeit. Auch der laufende Berufsmusiker Erik Bosgraaf (M45) lief einen flotten letzten Kilometer. Für den Niederländer im TVR-Rennleibchen blieben die Uhren bei 21:15,11 (neue pB) stehen. Kurz dahinter finishte Willi Wölfel (M65) nach 21:43,48 min.
Bruno Scheja hakte die 1500m DM-Quali für Saison 2027 ab
Nach den deutlichen Steigerungen über 800m in den letzten Monaten bewies Bruno auch über 1500m seine Klasse. Mit 4:42,53 min unterbot er die DM-Quali für die kommende Saison klar um gut acht Sekunden. Nur zwei Tage nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub war Johannes Ritter mental noch nicht so richtig für einen Wettkampf bereit. Trotzdem lief der M60-Master-Läufer mit 4:48,09 min eine Spitzenzeit. Auch wenn auf der letzten Runde etwas die Kraft fehlte, durfte auch Irek Meyer (M55) mit seiner flotten 1500m Zeit von 5:08,06 min sehr zufrieden sein.
Antje Wietscher verbessert im Alleingang ihre DLV-Jahresbestzeit
Bei einem mäßig wehenden Wind ohne Gruppe ist der Kampf gegen die Uhr immer etwas herausfordernder. Doch Antje kann sich gut auf diese Umstände einstellen. Dass es die W70-Athletin trotz dieser suboptimalen Bedingungen wieder einmal geschafft hat, ihre Deutsche AK-Jahresbestzeit zu steigern, ist schon erstaunlich … auch wenn die Steigerung von 3/10 Sekunden auf nun 6:13,04 min diesmal „nur“ ein kleiner „Sprung“ war.
Text: Jochen Baumhof
Fotos: TV Refrath / Hendrik Thierolf