Liz Roche gewinnt ihre AK beim Triathlon 70.3 in Griechenland

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Liz Roche gewinnt ihre AK beim Triathlon 70.3 in Griechenland

Liz Roche hat ihren ersten 70.3 Triathlon (1,9 km Schwimmen, 90 km Radeln und 21,1 km laufen) in Griechenland sensationell mit der Qualifikation für die WM gefinished, indem sie ihre Altersklasse 45-49 auf Anhieb gewann. Sie hat einen schönen Erlebnisbericht geschrieben, den wir euch nicht vorenthalten möchten. Herzlichen Glückwunsch an Liz und viel Spaß beim Lesen:

„Vor 3 Jahren habe ich beschlossen, dass mein nächstes Ziel ein 70.3-Triathlon sein würde. Es gab nur ein kleines Problem – ich konnte nicht kraulen und geriet in Panik, wenn ich meinen Kopf unter Wasser hielt.

Obwohl ich viel Erfahrung AUF dem Wasser habe (in meiner Jugend auf Booten gearbeitet usw.), mochte ich es nicht, IM Wasser zu sein.Das war eine große Herausforderung, die wie alles im Leben mit Arbeit und Ausdauer (und dem Willen nicht aufzugeben!) zu bewältigen ist. (Sturheit hilft auch!)

In einem Moment des Wahnsinns (nach vielleicht zu viel Wein an Weihnachten 2019) habe ich mich für den Ironman 70.3 Griechenland angemeldet. (Der Grund für Griechenland war, dass der Termin sicherstellte, dass es keine extreme Hitze geben würde, mit der ich nicht umgehen kann). Ich dachte, das würde mir den Ansporn geben, schwimmen zu lernen. Dann kam Covid, was bedeutete, dass ich noch 1,5 Jahre Zeit hatte, um in der Badewanne schwimmen zu lernen (da die Pools geschlossen waren). Der Unterschied zwischen Badewannenschwimmen und Meerschwimmen besteht darin, dass der Auftrieb im Meerwasser viel höher ist – ein weiterer Bonus für mich! Es war dann eine so große Überraschung für mich, dass ich am Sonntag, den 24. Oktober, 1,9 km im Meer schwimmen konnte. Eine maximale Tiefe von 8 m, so dass ich immer den sandigen Boden sehen konnte, sowie ein rolling start  (d.h. keine Männer schwammen über mich drüber weg) bedeutete, dass ich mich im ruhigen Meerwasser entspannen konnte. Es war fast eine Enttäuschung, als ich aus dem Wasser stieg, aber eigentlich nein – es war eine große Erleichterung, dass es von hier aus „bergab“ ging… beginnend mit einem 800m-Lauf bis zur Wechselzone 1, um dann auf das Fahrrad zu springen und mich auf den Weg zu den Hügeln im 2-Runden-Kurs zu machen. Die Gesamthöhe die ich gemessen habe betrug 1191m auf der 90km Strecke. Auf den Anstiegen konnte ich einige überholen und auf den Abfahrten, die eigentlich nicht zu technisch waren, das Tempo mit den meisten halten.

Die Bedingungen waren für mich optimal – meist bewölkt und einige Regenschauer, mit kühlen 22°. Durch den Regen waren einige Kurven sehr rutschig, aber da ich kein Triathlonrad habe (keinen Aerolenker) hat mich das nicht wirklich gestört. Dann ging es in die Wechselzone 2, um dann auf dem noch zu laufenden Halbmarathon zu erfahren, ob meine Beine mich noch tragen würden. Würde ich diese gefürchteten Krämpfe bekommen? 🤔 Ich war sicherlich für die ersten Kilometer des Laufs etwas „wackelig“ als ich vom Rad abgestiegen war, aber ich habe versucht, mich auf eine regelmäßige Herzfrequenz zu konzentrieren. Nicht so einfach mit der 3-Runden-Hügelstrecke (+205m Steigung), aber bei so einer atemberaubenden Landschaft, die durch Olivenhaine am Meer verläuft, war alles möglich. Die griechischen Rufe „Bravo“ waren eine große Ermutigung. Und als ich den letzten Hügel hinauflief und versuchte, einem sich durchkämpfenden männlichen Läufer zu helfen, erfuhr ich, dass ich es leicht hatte – er hatte die Wende für die zweite Runde verpasst und war 3 km vom Kurs abgekommen, armer Kerl! 🙈

Einen km später sah ich den roten Teppich für den „Zieleinlauf“ und naja, ich kann die Emotionen, die beim Zieleinlauf entstanden, nicht wirklich beschreiben. Hat es sich gelohnt, all die Fliesen im Schwimmbad Lentpark zu zählen und die Panikattacken im Fühlinger See zu ertragen? Auf jeden Fall!!! Würde ich es wieder tun? Nun, da ich es irgendwie geschafft habe, meine Altersklasse (45-49) zu gewinnen, scheint es, als hätte ich mir einen Platz bei der WM verdient. Werde auf die E-Mail warten, um das wirklich glauben zu können! Und die nächste Frage, die ich mir stelle: Habe ich aus dieser Erfahrung gelernt? Die Antwort liegt auf der Hand: „Alles ist möglich“. 😎